Das Weltall hat keinen Anfang und auch kein Ende, weder zeitlich noch räumlich. Somit wurde es nicht von jemanden (oder von „sich selbst“) irgendwann erschaffen. Es war immer, und wird immer sein. Räumliche Grenzen hat es keine. Damit meine ich das GESAMTE Universum, d.h. es mag durchaus sein, daß „der von uns wahrgenommene“ Teil des Weltalls mal entstanden ist und räumliche Grenzen hat (es gibt auch phys. Theorien über die Begrenztheit „unseres“ Universums), jedoch gibt es aus meiner Sicht keine logischen Gründe für ein „Entstehen“, für ein „Ende“, für dessen „Grenzen“.

Das bedeutet auch, daß es keinen „Schöpfer“ gibt, und wenn es einen Gott gibt, dann ist er – als Kraft – das ganze oder ein Teil des Universums, das aber von ihm nicht erschaffen wurde.

Die Ideen der „Zeit“ und des „Raumes“ sind rein menschliche Hilfsdefinitionen, mit denen der Mensch versucht, sein Leben und das von ihm wahrgenommene Weltbild und die vorkommende Ereignisse zu erklären. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß diese Begriffe absolut für das tatsächliche Sein gelten können und sollen.

Dennoch gibt es eine „Veränderung“, zumindest aus menschlicher Sicht, und für diese Phänomene kann man durchaus mit „Zeit“ und „Raum“ arbeiten. Meiner Meinung nach gibt es im Weltall „Veränderungen“ (vorher war dieser Blog-Eintrag nicht existent, jetzt ist er da), woraus aber keinesfalls Schlüsse über die „Grenzen“ (zeitlich, räumlich) des Universums gezogen werden können. Ich sage aber: weil die Welt sich ständig in Veränderung befindet, ist es entweder so, daß sie sich in einem dauerndem Zustand des Erschaffens befindet, oder aber daß es nur Schein-Veränderungen und damit keine sind.

Die Welt ist nunmehr da, ob „erschaffen“ oder immer existent. Es gibt aber keine objektiven Schlüsse darauf, daß die Welt nach einer gewissen („göttlichen“) Ordnung geschaffen wurde. Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse sind höchstens ein Bruchwissen, daß uns nie vollkommen eine „Logik / Ordnung“ des Universums wird erklären können. (Analog gibt es auch keinen „Chaos“ oder „Unordnung“). Daher gibt es auch keine Annahme, daß diese Welt einen „Sinn“ hat (oder „sinnlos“ sei). Auch diese Begriffe sind rein menschlich, erfunden weil benötigt.

Das Fehlen eines „Sinns“ bedeutet aus meiner Sicht aber nicht die Nicht-Existenz eines Gottes bzw. einer „Kraft“. Es ist wiedermal das menschliche Wunschdenken, daß man sich einen „Gott“ denkt, der „allem Sinn gibt“.

Die Welt ist das Sein ist der Gott. Und es ist eins.

Wenn es andere „Universen“ gibt, dann sind es – so wie „unseres“ – Teiluniversen, ob „räumlich“ oder in anderen Dimensionen, dennoch sind alle Teile eines Seins.

Diese, so wie alle andere Dinge, wie Planeten, Lebewesen, Minerale, Energien etc. sind bloß Erscheinungen der Teile des Seins und der Welt. Da sie der Welt Teile sind, haben sie dieselbe Natur, unterliegen denselben Energie und Materie. Alles besteht aus Teilen der Materie, wie auch aus Teilen der Energie (nomos). Somit sind auch wir Menschen Teil des Ganzen, sind dem Weltall wesensverwandt, und keineswegs -fremd.

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