Das Sein, und somit die Welt, hat zwei Arten der Existenz: die geistige und die materielle. Daraus folgt, daß alle Wesen, Gegenstände der Welt in ihrer grundsätzlichen Art damit homogen sind – denn sie sind jeweils ein Teil des ganzen Seins. Das gilt sowohl für das Geistige, wie auch für das Materielle. In beiden Fällen sind sowohl wir Menschen, wie auch andere Tiere, andere Lebewesen, und alle Naturgegenstände mit dem Universum strikt wesensverwandt. Wir sind alle dessen Teil. Es besteht wiederum aus uns allen.

Wir erscheinen vielleicht als einzelne Wesen, als Inseln oder eigene Existenzen, doch sind es eben nur Erscheinungen.

Da das Sein identisch mit Gott ist, sind wir auch alle Teil Gottes, und Gott ist aus uns allen zusammengesetzt. Allerdings gilt hier nicht die Proportionalität (Größe, Alter, Kraft, Häufigkeit, etc.), denn dann wäre mehr Gott in einem Elefanten als in einem Mensch, mehr Gott in einem kahlen Berg als in einem blühenden Baum. Eine zu platte Vorstellung, als das sie göttlich sein könnte.

Aus dem oberen folgt, daß Gott (=das Sein) in sich alle augenscheinlichen Gegensätze in sich vereinigt, und somit den Ausgleich, die Harmonie darstellt. Diese Gegensätze sind oft das, was wir sehen, was uns erscheint.

Der Geist ist von der Materie wesensverschieden, es ist eine Kraft, Energie. Man kann aber nicht sagen, daß es überall präsent ist (räumliche oder zeitliche Definitionen gelten nicht für den gesamten Geist des Seins). Daraus folgt, daß man auch nicht behaupten kann, daß der Geist immer und zwingend über der Materie herrscht, diese kontrolliert und leitet. Es ist ähnlich, wie der Geist des Menschen – der auch nicht völlig und immer seine Gliedmaßen und Organe beherrscht.

Es besteht die Möglichkeit, daß in manchen Fällen der Geist die Materie beherrscht (”ich weiß, wie man eine Tür öffnet, ich will sie öffnen – also tue ich es”), aber genauso daß die Materie den Geist beherrscht (”ich will lieber weiter lesen, muss jedoch aufs Klo”), oder aber diesen hindert (”ich will die Tür öffnen, weiß aber nicht wie – oder weiß wie, habe den Schlüssel nicht, und zu wenig Kraft, diese aufzubrechen”)

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