Gerechtigkeit und die Rolle Gottes
Juli 26, 2008
Der Begriff „Gerechtigkeit“ ist eine Idee des Menschen, nicht die des Gottes. Meistens aber erwartet der Mensch vom Gott, es solle eine Gerechtigkeit geben, bzw. daß die Welt „gerechter“ werden sollte (als sie ist). Man fordert daher Gott auf, etwas zu tun, was man sich selbst erdacht hat. Und ist dann noch öfter enttäuscht, wenn dieser Gott unseren Wünschen und Vorstellungen nicht folgt.
Ich meine, wir sollten den Gott aus unserer Vorstellung und Wunsch der Gerechtigkeit heraushalten. Mag sein, daß Gott als die Kraft des Universums eine eigene Vorstellung und sogar die reele Existenz einer Gerechtigkeit zugelassen und erdacht hat. Aber wir, als Menschen, mit unserem schwachen und immer subjektivem Möglichkeit der Erkenntnis, werden nie imstande sein, diese vollkommen zu begreifen, oder gar deren Existenz zu merken. Der Mensch ist nicht imstande objektiv festzustellen, ob die Welt „gerecht“ oder „ungerecht“ gestaltet und „regiert“ wird.
Eine göttliche Gerechtigkeit wäre auch qualitativ völlig anders als die in unserer Vorstellung, wäre damit nicht vergleichbar: genauso wie wenig unser Erkenntnis, Wissen, Macht mit denen des Gottes vergleichbar sind.
Natürlich soll das die Menschen nicht davon abhalten, sofern sie dies für sinnvoll erachten, der eigenen Vorstellungen nach „Gerechtigkeit“ nachzugehen. Nur dann müssen sie es erstens selber tun, und zweitens nur sich dafür verantwortlich machen.
Die Anzeichen einer „Ungerechtigkeit“ oder gar des „Unglücks“, die der Mensch sieht, sind bloß Ereignisse aus seiner beschränkten Perspektive, die er bewertet. Bei einer vollen, göttlichne Perspektive würden dieselben Ereignisse und Taten sehr wahrscheinlich anders aussehen. Nich unbedingt ganz verkehrt; es ist auch möglich daß für uns scheinbar „gerechtigkeitsneutrale“ Taten gerecht/ungerecht sind, oder daß die göttliche Gewichtung ganz anders aussieht. Daraus folgt auch, daß unsere Ideen über die „Göttlichen Gebote“ oder dessen „Strafen“ oder „Belohnungen“ für unsere Taten jeglicher Grundlage entbehren.
Es ist meiner Meinung auch falsch, zu denken und zu erwarten, daß Gott „Opfer“ von uns erwartet, oder gar durch diese „seine Meinung“ ändert und für uns „was tut“. Was wäre das eine schrecklich lächerliche Vorstellung eines Gottes, einer Kraft des Universums, wenn man diesen durch kleine, menschliche Opfer (Geld, Büßen, Tieropfer, etc.) beeinflussen könnte!!
Natürlich ist es gut, gutes zu tun – doch damit tun wir nicht (in erster Linie) dem Gott oder dem Universum was gut, sondern uns selbst. Denn gute Taten sind Taten im Einklang mit dem Universum, und je mehr „Einklang wir aus uns heraus erzeugen“, desto mehr nähern wir uns selbst der Harmonie mit dem Universum – also dem Glück und der Erfüllung.
Juli 26, 2008 at 8:18
Paulus schreibt:
„Der natürliche Mensch, welcher ist der ungeistige Mensch( nach dem Urtext der griechischen Bibelausgabe heißt er, der Mensch: Der „Psychikos“ vernimmt nichts vom Geist Gottes nach dem Urteil Gottes.
Und wenn der natürliche und ungeistige Mensch nichts vernimmt vom Geist Gottes, so vernimmt er auch nichts von Gott, den Gott ist Körperlos und Gott ist GEIST.