Ich habe vorhin geschrieben, wie gute Taten eigentlich Taten im Einklang mit dem universellen Sein sind, durch die wir vor allem uns selbst, aber auch unserer Umgebung wie auch dem gesamten Sein „gutes“ tun.

Genauso verhält es sich mit schlechten Taten, mit dem „Bösen“, doch hier möchte ich bei der konstruktiven, positiven Seite unserer Taten bleiben.

Die Erkenntnis des Seins, des Universums bringt uns weiter, weil wir dadurch mehr und mehr verstehen, uns Klarheit verschafft wird, und in uns dadurch eine immer größere Harmonie, auch Glück entstehen.

Die erwähnte Klarheit (der Einblick) über das Universum und das Sein kann aber auch eine Motivation sein, nicht nur sich an dem erkannten Ist-Zustand zu erfreuen, sondern diesen weiter zu vergrößern, zu vertiefen. Und zwar mit eigenen Taten.

Diese Motivation kann aus einem Gefühl (der Harmonie, des Glücks) entstehen, es ist aber vor allem ein Gedanke unseres Verstandes: Wenn es mir mehr und mehr klar ist, wodurch ich glücklicher werde (harmonischer mit dem Sein, mit meiner Umgebung, geistig wie physisch), desto mehr will ich diesen Weg weiter gehen.

Also der bewusste Wille.

Dieser Wille, aus dem Verstand und der Erkenntnis geboren, ist dann auch der zweite (nach der Erkenntnis) entscheidende Schritt in unserem Weg zum Glück, zur Erfüllung. Und zwar der bewusster Wille, d.h. nicht eine zufällige Idee oder Laune oder Experiment der Gedaken.

Natürlich sind auch unterbewußte Willensentschlüsse (und Taten), sofern sie gut sind – gut, aber nur der Aspekt des Bewußten bringt die größte positive Veränderung in uns. Jeder bewußter Wille zu einer guten Tat ist wie ein logischer Baustein auf den Bausteinen der Erkenntnis – und je mehr von solchen klaren und bewußten („selbst gemeißelten“) Bausteinen des eigenens Willens wir vorweisen können, desto einfacher und stärker werden die neueren und deren Taten als Folgen.

Hier also der dritte Punkt (nach 1. Erkenntnis, 2. Wille) – die Durchführung (ein Anfangen) bzw. „Pflege“ (ein Weiterentwickeln) der guten Tat. Eine Aktion. Denn es ist zwar schön, eine tiefer und tiefer gehende Erkenntnis zu haben, daraus dann eine Klarheit über sich und das Sein zu gewinnen, und sogar schöne Ideen zu haben, auch einen Willen diese umzusetzen… Doch wenn wir auf dem Sofa sitzen bleiben, ist es zwar keine „Sünde“, auch nicht notwendig ein „Verfall“ (solange wir die erlanger Erkenntnis und den Willen behalten können), doch sicher nicht alles, was möglich ist. Ein weiterer Schitt zur Erfüllung ist eben eine Aktion, eine Tat – aus der Erkenntnis und aus dem Willen heraus.

Richtig hat es Sokrates gesagt: Jedes Gut muß irgendein Objekt haben, nichts ist ein „Gut“ an sich, wenn es nicht jemanden/etwas nicht Gutes tut.

Wie gesagt, ich spreche von guten Taten, was nicht ausschließt, daß aus einer falschen Erkenntis ein Wille und eine Durchführung einer schlechten Tat möglich ist.

Mit „Taten“ meine ich übrigens auch „Werke“ – ein Wort, das auch mehr Richtung Kunst und Kultur, wie auch Richtung materieller Ergebnisse hinweist.

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