Gute und schlechte Taten des Menschen
Juli 28, 2008
Die menschlichen Taten sind insofern „gut“ oder „schlecht“, wie sie im Einklang bzw. Gegesatz zum gesamten Universum, dem Sein, sind. Denn wie schon gesagt: der Mensch ist als Geist wie als Materie ein Teil des ganzen Universums, dessen untrennbarer Bestandteil er ist.
Tut er also dem Universum, d.h. z.B. der Natur, den anderen Menschen etwas Gutes – tut er auch Gutes sich selbst.
Und umgekehrt: tut er was Gutes für sich selbst, tut es dem Universum, allen anderen auch gut.
Somit ist jeder „Egoismus“, der aber in Wahrheit eine Tat im Einklang, in Harmonie mit dem Universum geschieht, keine „schlechte“ sondern eine gute Tat, und auch ist eine jede gute Tat, die den anderen zukommt, eigentlich ein „Egoismus“.
Die Entscheidung, was Gut, und was Schlecht ist, d.h. welche Tat einen näher oder ferner zum Gott, dem Sein und der Kraft des Universums bringt, entscheidet jeder für und in sich selber. Hier wirkt und meldet sich das Gewissen, das einem immer sagt, immer andeutet, ob eine Tat gut oder schlecht sei. Es ist wie das natürliche Gleichgewichtsgefühl: Je mehr wir uns einem Abgrund nähern, desto unsicherer fühlen wir und, und wenn wir beim balancieren auf einem Balken zu weit links oder rechts uns stellen, warnt uns das Gefühl, daß etwas nicht stimmt, und daß wir bald womöglich fallen könnten.
Da alle Taten, gut oder schlecht, von uns selbst kommen, und sofort (auch wenn nicht sofort für uns bemerkbar) auch auf uns wirken, sind wir für unser Segen und Wohlergehen vor allem selbst verantwortlich.
Natürlich sind es auch die Taten der anderen, die unser Schicksal beeinflussen, doch keiner beeinflußt einen Menschen so selbst, wie er selbst – schon aus der rein statistischen Betrachtungsweise, wie viel Zeil man mit sich selbst verbringt und wieviele Tätigkeiten und Entscheidungen in dieser Zeit geschehen. Je mehr davon gut sind, d.h. im Einklang mit dem Gott, dem Sein, der Welt, desto besser wird es uns gehen.
Je näher dem Sein, desto besser für uns. Daher kann man leicht schlußfolgern, daß je mehr Wahrheit, desto mehr Gutes, und umgekehrt.