In Deutschland, ähnlich wie in den meisten westeuropäischen Ländern, scheint das Gute über das Böse gesiegt zu haben: Man glaubt – wenn man schon an ein Jenseits glaubt – eher an „den Himmel“ als an „die Hölle“. (Quelle:  http://de.statista.com/statistik/daten/studie/34/umfrage/meinung—christliche-glaubensinhalte/)

Der Glaube an Gott und das Jenseits hat kontinuierlich seit den letzten 250 Jahren abgenommen. Interessanterweise hat aber der Glaube an „den Teufel“ und „die Hölle“ viel stärker an Bedeutung verloren. Sind wir so gerne Optimisten? Oder ist vielleicht der Gedanke an die Existenz des Bösen – auch als ein Jenseits – irgendwie unangenehm, macht es gar schlechte Laune?

Bekannt ist, daß beide Konzepte des Jenseits – „der Himmel“ und „die Hölle“ – jahrhundertelang als „Zuckerbrot und Peitsche“ dienten – und daß die Europäer diese Ideen aufklärerisch verworfen haben. Dennoch: warum ist gerade „die Peitsche“ so in den Hintergrund geraten, während sich „das Zuckerbrot“ immer noch einer ziemlichen Popularität erfreut? Ist ein Glaube, welcher nach dem Ableben eher von einem „guten und schönen“ als von einem „bösen und häßlichen“ Dasein ausgeht – nicht reines Wunschdenken?

Als Menschen ist es uns unmöglich objektiv zu urteilen, ob und mit welcher Wahrscheinlichkeit es im Jenseits einen „Himmel“ oder/und eine „Hölle“ geben kann. Es bleibt der persönliche, subjektive Glaube – gewonnen aus Überlieferung, Lehre, aus meditativer und/oder gedanklicher Erkenntnis. Wieso mündet aber dieser Glaube in so überwältigender Mehrheit im extrem Optimistischen? Wäre es so abwegig anzunehmen – egal mit welcher Wahrscheinlichkeit – daß es auch ein „höllisches“ Jenseits geben kann? Oder, noch mehr: daß es nur ein solches Jenseits gibt? (Wodurch übrigens die Idee der „strafenden“ Peitsche obsolet wäre).

Zeugt ein stärkerer Glaube an ein „Happy-End-Jenseits“ nicht davon, daß es eigentlich kein aus Erkenntnis gewonnener Glaube, sondern bloß ein egozentrisches und naives Hoffen ist? Wenn ich an den nächsten Tag denke, gehe ich ja auch nicht davon aus, daß es auf jeden Fall Sonnenschein und klaren Himmel geben wird. (Natürlich auch nicht unbedingt davon, daß mich Gewitter mit Hagel erwartet). Kurz vor dem Einschlafen kann ich auch nicht davon ausgehen, daß ein schöner Traum wahrscheinlicher als ein Albtraum sei – oder gar kein Traum.

Anderer Erklärungsversuch: Vielleicht sind die Menschen weiterhin von der „Zuckerbrot und Peitsche“-Idee überzeugt, wobei sie tatsächlich glauben, sich ein „himmlisches“ Jenseits auch verdient zu haben?

Noch eine Möglichkeit – intellektuell auch nicht sehr schmeichelhaft für den Menschen – wäre, daß wir als Reaktion auf eine kritische Sicht auf die Welt um uns automatisch annehmen, ein Jenseits müsse viel besser, schöner, relaxter sein. Und was, wenn das „Leben danach“ nicht besser und nicht schlechter als das irdische Leben ist? Könnte die Bandbreite unserer Jenseits-Erwartungen nicht gleichmäßig verteilt werden zwischen den beiden Extremen, „Himmel“ und „Hölle“?

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Gott ohne Jenseits

Februar 21, 2014


Viele Menschen, in den meisten Ländern eine klare Mehrheit, glauben an Gott. Viele Menschen – erst Recht diejenigen, die an Gott glauben, glauben ebenfalls an ein Jenseits und/oder Reinkarnation, in beiden Fällen an „ein Leben danach“. Gleichzeitig gibt es natürlich auch Menschen, die sich Atheisten oder Agnostiker nennen, und die weder an Gott noch an ein Jenseits glauben, beziehungsweise daran zweifeln. Zweifeln, glauben und nicht glauben sind aber alles dieselbe Kategorie – persönlich, individuell, spirituell, fern des Wissens und erst recht eines Nachweises. Alle sind sie somit „Gläubige“ an etwas, an einen Zustand des Universums und des Seins: Religiös/transzendent Gläubige glauben, daß es „etwas gibt“. Atheisten glauben, daß es nichts dergleichen gibt. Agnostiker sind gläubige Zweifelnde.

Oft werden allerdings, grob und oberflächlich betrachtet, daraus nur zwei Gruppen gemacht: die Gottgläubigen glauben zumeist auch an ein Jenseits, von den Atheisten nimmt man an, sie würden sowohl an Gott, wie an ein Jenseits (worunter ich auch den Reinkarnationsglauben subsummiere) nicht glauben.

Dabei sehe ich eher vier Glaubens-Möglichkeiten:

  1. Glaube an Gott und an ein Jenseits.
  2. Glaube an Gott & kein Glaube an ein Jenseits.
  3. Glaube an Jenseits, aber nicht an Gott.
  4. Glaube weder an Gott noch an ein Jenseits.

Ich persönlich gehöre der zweiten Gruppe an: Ich glaube nicht an ein Leben oder Weiterexistieren des Menschen nach dessen Tod. Das schließt für mich allerdings in keiner Weise die Möglichkeit der Existenz eines Gottes aus.

Es ist aber auch verständlich, daß die Möglichkeit 1 die am weitesten verbreitete ist. In den meisten Religionen bzw. Glaubensansätzen werden die beiden Punkte verknüpft, sogar sehr stark. Entweder enger – d.h. man glaubt an ein Weiterleben „im Himmel/Fegefeuer/Hölle“, „im Paradies“, „im Nirwana“ (Christentum, Islam, Hinduismus, die meisten s.g. „primitiven Glauben“), oder – in indirekter Form – man glaubt an ein Weiterleben als „Reinkarnation“, als „Geist“, als „Seele im Universum“.

Der Grund für eine solche Verknüpfung von „Gott“ einerseits, und „Jenseits“ andererseits liegt in der Idee der „Gerechtigkeit“: Der Mensch hat den Eindruck, daß in „dieser Welt“ – ihm oder allgemein (fast) allen Menschen – keine Gerechtigkeit geschieht. Dabei geht man aber davon aus, daß es eine solche „Gerechtigkeit“ auf jeden Fall in einer Welt geben sollte/müßte (wenn es schon einen „Gott“, der auch „gerecht“ sein sollte, gibt). Also wird diese „Gerechtigkeit“ – so der Gedanken und Wunsch des Gläubigen – in einer anderen Lebensform, nach dem Tod (oder im neuen Leben) wiederhergestellt, es kommt dann doch – mit einer Verspätung – zu einem Ausgleich.

Ein solcher Glaube (ein solcher Wunsch) beinhaltet zwei große Fehler: Erstens, man versucht, Gott zu definieren („er/sie/es muß gerecht sein“). (Über meine Auffassung, Gott sei nicht seitens des Menschen definierbar, siehe: https://lukaszszopa.wordpress.com/2014/02/21/die-freiheit-der-unmoglichen-gottesdefinition/). Zweitens, eine „Gerechtigkeit“ müsse und könne es geben, diese sei glücksbringend bzw. an sich „gut“. Außerdem macht damit der Mensch den „Gott“ zu seinem Diener (auch wenn in „Vater/Mutter/Chef/Lehrer“-Funktion): Man erwartet vom „Gott“, etwas für den Menschen tun zu müssen – die „Gerechtigkeit wiederherzustellen“ oder „einem Menschen eine weitere Chance zu geben“ (Reinkarnation).

In meinem Verständnis haben wir Menschen nicht nur kein Recht, sondern auch keine Fähigkeiten, nicht nur über die Existenz, sondern auch über die Ziele, Wertvorstellungen und das Tun Gottes zu urteilen. Mag sein, daß es Gott gibt, mag auch sein, daß es sogar Gerechtigkeit gibt, mag sein, daß es tatsächlich „ein Leben danach“ gibt. Ist es aber richtig (und gesund) für den Menschen, es zu erwarten? Kein Wunder, daß Marx & Freunde Religionen als „Opium fürs (dumme & arme) Volk“ ansahen.

Es gibt natürlich auch „Halb-Atheisten“, die sich „das beste Stück“ des Glaubens aussuchen: Sie möchten nicht an Gott glauben (wozu einen „Chef“ oder „Kontrolleur“ haben?), würden sich aber sehr über ein „Jenseits“ freuen – angenommen natürlich, dieses wäre eine bessere Existenz als diese hier auf Erden. So ist es unter allen „Jenseits“-Gläubigen auch kein Wunder, daß man lieber an einen „Himmel“ als an eine „Hölle“ glaubt. Bei den meisten Filmen wünscht man sich ja auch ein Happy End.

Einmal, vor Jahren, als Besucher eines Lyrik-Festivals in Polen, nahm ich an einer gemütlichen „erstes Bierchen vor 12“-Vormittagsrunde teil, wo im wahrsten Sinne des Wortes über „Gott und die Welt“ sinniert wurde. Dazu muss man sagen, daß ein großer Teil junger polnischer Literaten und Intellektueller sich nicht nur als gläubig, sondern auch als sehr katholisch betrachtet. Ich hatte gar den Eindruck – je mehr ich ihnen zuhörte – daß es den Zusammenhang gab: Je jünger, desto erzkatholisch (Also anders als im „Westen“, wo man von jungen Dichtern es anders kennt: Je jünger desto linksrevolutionärer.). Irgendwann stellte ich die spekulative Frage: Was haltet ihr von der Idee „Gott existiert, aber kein Jenseits“. Die Antwort kam recht schnell, auch wenn etwas schmunzelnd verpackt: „Dann schon lieber ein Jenseits, aber keinen Gott.“ Übrigens, mir war bald klar, daß der liberalste Rundenteilnehmer ein 80jähriger Dichter & Pfarrer war. Er predigte am wenigsten, trank am wenigsten, war dennoch auf seine Art ein Missionar: Sein Auto und seine Fahrweise in der polnischen Provinz brachte die ehrlichsten kroatischen Atheisten (Lyriker, die ich als Übersetzer begleitete) dazu, beim Aussteigen ein „Danke o Gott!“ auszurufen.

Was meinen persönlichen Glauben angeht, so glaube ich zwar an Gott, nicht aber an „ein Leben danach“. Aufrichtiger, auch wenn unpräziser und „es mir einfach machend“ würde ich sagen: Ich glaube eher, daß es einen Gott gibt, als daß es ihn nicht gibt, während ich es mit dem „Leben danach“ genau umgekehrt sehe: eher nicht.

Auch, weil ich es aus oben erwähnten Gründen für unanständig halte, daß der Mensch von Gott etwas erwarten sollte, daß der Mensch Gott seine (des Menschen) Ideale vorschreibt („Gerechtigkeit“), und schließlich, weil ich es zu platt finde, daß die Welt so konstruiert sein sollte, daß „alles“ immer („irgendwann“, „irgendwie“) aufgewogen sein wird.

Auf keinen Fall glaube ich an „Gottes Gerechtigkeit“. Schon eher, wenn schon ein „Weiterleben“, dann aufgrund von Gottes „weiser Barmherzigkeit“: Jeder wird nach dem Tod weiterleben und beglückt werden. Aber eben nicht als „Lohn“, sondern als „unverdiente Überraschung“. Das wäre aber schon ein anderes Thema.

Schließlich finde ich die Vorstellung, das irdische Leben sei nur eine „Vorstufe“ zum „richtigen“ Jenseits-Leben, unmoralisch, sofern man gleichzeitig an Gott glaubt. Denn was wäre das für ein schrecklicher Gott, der mit uns ein Spiel treibt, dem wir als Versuchskaninchen dienen, der uns auf eine Probe stellt, und je nachdem wie wir uns verhalten, wird uns ein besseres oder schlechteres Jenseits – Belohnung oder Strafe, Himmel, Fegefeuer, Hölle – erwarten? Hat ein Gott so was nötig? Es wäre schön, aus meiner Sicht, wenn die Menschen glauben würden, daß wenn sie etwas Gutes tun, dies nicht als ein „Plus für das Jenseits-Konto“ gewertet wird und nur diesen Sinn hat, sondern daß es bereits in diesem Leben und direkt für die Beteiligten wichtig ist, Gutes zu tun. Ebenso bei bösen Taten. Beides gilt für unsere einzige Existenz, und hat Auswirkungen vor allem auf uns – schon hier.

Wenn man all das bedenkt, verschwinden Gedanken wie „Wie kann Gott so was hier auf Erden erlauben?“ oder wie „später wird es eine Strafe / eine Belohnung geben, und nur dafür lohnt es sich zu leben“.


Meine Definition von Gott hat was paradoxes an sich: Gott ist nicht definierbar.

Denn „Gott“ ist nach meiner Vorstellung allmächtig, allwissend, überall („allwesend“), ewig, ohne Anfang und ohne Ende, also quasi in jegliche Form und Dimension das Non-plus-ultra – wenn es Gott gibt.

Alles andere, welches unterhalb dieser Attribute definiert wäre, wäre für mich kein Gott (mehr), oder – noch kein Gott.

Ein solcher „non-plus-ultra“-Gott ist deswegen nicht definierbar, weil wir Menschen sind. Das heißt, wir sind im Vergleich zu einem solchen Gott dermaßen klein und unwissend, daß wir gar nicht die Fähigkeiten, und somit keine Möglichkeit, haben, Gott vollständig zu erkennen, zu verstehen, zu erklären, und somit – zu definieren. Wobei auch das „vollständig“ schon völlig übertrieben und anmaßend klingt. Als Vergleich: ein Mensch (oder auch „die Menschheit“ – als denkende Masse, als historisch gewachsenes „Erkenntniswesen“) verhält sich zu einem solchen Gott wie eine Ameise zu einem Menschen – ob intellektuell oder größenmäßig. Was heißt „Ameise“! – In Bezug auf Gott ist der Mensch verschwindend klein und geistig unterlegen wie eine Ameise einer Universität. Oder eine Bakterie. Man könnte diese Vergleiche weiter fast unendlich ziehen: Wie eine Bakterie zum Weltall etc. Oder – wie ein kleines Computerprogramm aus den 60ern im Vergleich zur gesammelten Linux-Programmier-Community. Was kann eine Bakterie vom Weltall wissen, erkennen, kann eine Bakterie imstande sein, dieses zu definieren? Ähnlich das kleine Programm und die Programmierer-Schar – oder ein gesätes Korn und ein erfahrener Gärtner. Beide könnten gar nicht wissen, ob und wer sie geschaffen hat, und wie dieser Schöpfer denn tickt.

Wir können Gott nicht erkennen, Gott verstehen, Gott definieren. Wir können auch nicht wissen und somit erst recht nicht verbreiten, was Gott denn von uns will, was uns verbietet, und ob es „etwas danach“ geben kann oder nicht.

Damit will ich nicht die Worte und Gedanken zahlreicher Propheten, Mystiker, Theologen und Philosophen – egal ob religiös oder atheistisch, egal in welchem Glauben angesiedelt oder „benachbart“, als Hirngespinste abtun. Es mag ja sein, daß diese Menschen etwas an Gott erkannten oder von Gott eine Nachricht, ein Wissen geschenkt bekamen, eine kleine Wahrheit – doch eben nur ein kleines Teilchen, und auch das nur auf subjektive, persönliche Weise.

Doch nicht nur viele dieser weisen und gesegneten Menschen, sondern auch sehr viele der restlichen Menschheit, maßen sich immer wieder an, Gott und dessen Eigenschaften zu verkünden. Egal ob es darum geht, daß Gott „gerecht“, „zornig“, „freiheitsliebend“, „barmherzig“, „strafend“, „weise“ oder „liebend“ sein soll, „ewig“ oder „tot“, ob Gott „Energie“, oder „eine Frau mit langem weißen Bart hoch oben im Himmel“ sein soll. Der Mensch kann es nicht lassen, Gott Attribute zu verpassen, er versucht, Gott irgendwie zu erklären und damit zu begrenzen, Gott „greifbar“ und „vorhersehbar“ zu machen – in diesem Deutungs-Job finden zahlreiche Religionen und deren Theologen & Prediger ihre Daseinsberechtigung. Sind nicht nur die Widersprüche zwischen den Religionen, sondern auch die Widersprüche innerhalb einer Religion – etwa innerhalb der Heiligen Schriften – ein Beleg dafür? (Von Widersprüchen zwischen den Propheten und Predigern ganz zu schweigen.) Einige Philosophen, sei es Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin oder Immanuel Kant haben sich gar so weit vor gewagt, einen „Gottesbeweis“ zu liefern – der sich jedoch jeweils als ein gelungener rhetorischer Taschenspielertrick erweist.

Wobei mir auch klar ist, dass auch diese von mir oben genannten Zuweisung der Attribute an Gott keinerlei Grundlagen haben – und haben können. Es ist reine Annahme, reiner Glaube. (Oder reiner Zweifel). Denn wenn Gott undefinierbar ist – sind auch meine Annahmen reine Makulatur.

Das ist für mich jedoch kein Grund zum Jammern – ein nicht definierbarer Gott. Ein nicht definierbarer Gott ist an sich ein Segen: es bedeutet, daß – egal wie im Vergleich zu Gott klein, schwach, unterbelichtet und kurzlebig ein Mensch sein mag – er (Mensch) muss sich diese Fragen alleine  stellen und versuchen zu beantworten. Der Mensch kann somit die Fragen nach Gerechtigkeit, nach Freiheit, nach Brüderlichkeit und Liebe (oder jeweils nach deren Fehlen) nicht an einen Gott abwälzen, oder ewig auf ein „Wort / Tat von Oben“ warten. Die Tatsache, daß wir Gott nicht erkennen können bedeutet, daß wir die Freiheit wie die Pflicht haben, irdische Fragen, Probleme und Angelegenheiten (oder auch die des Weltalls – soweit es uns betrifft) selber anzugehen. Soweit es uns möglich ist. Dabei kann es sein, daß es Gott gibt, oder daß es keinen gibt. Es kann sein, daß wir in unseren Taten nur zum Teil, oder ganz, oder gar nicht dem entsprechen, was sich ein solcher Gott wünschen würde. Es kann auch sein, daß Gott uns mal dabei (ohne daß wir es merken) unterstützt, oder gegen uns agiert, oder wir Gott alle herzlichst egal sind. Ein nicht definierbarer Gott kann aber keine Ausrede sein – für die, die in ihren Taten & Worten sich auf Gott gerne berufen würden oder gegen ihn wettern. Ein Gott fern jeglicher Erkenntnis ist nicht nur die Grundlage eines reinen, unverfälschten Glaubens – sondern damit werden solche Gläubige den Atheisten und Agnostikern gleichgestellt, welche auch immer nur sich selbst haben – in Freiheit wie Verantwortung, in Tat und in Wort. Dostojewskis Zitat wird abgewandelt: „Wenn es einen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.“